Dienstag, 3. Juni 2008

Die Rettung des GAK?


Landesrat Manfred Wegscheider hat in der Landesregierungssitzung einen Antrag zum GAK eingebracht. Das Land soll nicht als Killer des Traditionsvereines hingestellt werden können. Daher wurde einstimmig folgendes beschlossen: Wenn sich sämtliche Großgläubiger - bis auf die GKK, die das ja nicht darf - mit fünf Prozent Ausgleichsentschädigung zufrieden geben, macht auch das Land mit. Bis gestern hätten jedoch, so Wegscheider, erst 16 von 39 Großgläubigern zugestimmt.

Irgendwie macht sich das Gefühl breit, dass die immer noch anonymen Investoren eigentlich nicht den GAK retten wollen, sondern bloß vorhaben, sich das Trainingszentrum unter den Nagel zu reißen, um es entsprechend zu verwerten. An die Liegenschaft in der Weinzödlstraße kommen sie aber nur heran, wenn der GAK als Fußballklub überlebt und irgendwie weiterwurstelt.

Außerdem will Wegscheider - wenn möglich - bei der prominenten Wirtschaftskanzlei TPA-Horvath des ehemaligen GAK-Vizepräsidenten Walter Messner regressieren, die ja vor der letzten Millionen-Finanzspritze der Steuerzahler für den maroden Traditionsklub eine positive Überlebensprognose abgegeben hatte. Daher hatte der Sportlandesrat vor der bedingten Zustimmung zum Ausgleich feststellen lassen, dass die entsprechenden Klagschancen durch dieses Vorgehen nicht beeinträchtigt werden. Ob es sich bei dieser Klagsdrohung um mehr als um ein Placebo für die Steuerzahler handelt, bleibt dennoch abzuwarten.

Keine Kommentare: