Montag, 9. Juni 2008

Es stinkt!

Die Geruchszahl G ist eine dimensionslose Maßzahl, die sich durch Multiplikation der Tierzahl Z, des tierspezifischen Faktors fT und des landtechnischen Faktors fLT ergibt:
G= Z fT fLT

Hilft Ihnen diese Erklärung der Wiener Veterinäruni weiter? Der Mehrheit der Abgeordneten zum Steiermärkischen Landtag anscheindend schon.

Denn in der Steiermark ist eine heftige Debatte darüber entbrand, wie intensiv Schweine das dürfen, was sie besonders gut können. Nämlich stinken. Die Landtagsmehrheit von SPÖ, KPÖ und den Grünen will nun den ungefilterten Gestank auf eine Geruchszahl von 10 beschränken. Das heißt im Klartext: Betriebe mit mehr als 79 Mastschweinen jährlich müssen künftig teuere Geruchsfilteranlagen einbauen. Zu erklären ist diese kompromisslose Haltung der Landtagsmehrheit nur, weil die Bauern immer noch als Stammklientel der ÖVP gelten.

Doch Obacht Herr Landeshauptmann! Sie verdanken Ihren LH-Sessel vor allem den schlechten Wahlergebnissen der Volkspartei im sogenannten "Schweinegürtel", dem ehemals schwarzen Kernland in den Bezirken Fürstenfeld, Feldbach, Hartberg, Leibnitz und Radkersburg.
Woher sollen denn Ihre Stimmen in Zukunft kommen, wenn sie unzufriedene Wechselwähler, die zuletzt von der Klasnic-ÖVP zur Voves-SPÖ gewechselt haben, ökonomisch umbringen.

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