Vizekanzler Willi Molterer kam heute auch bei der Pressekonferenz des steirischen VP-Chefs Hermann Schützenhöfer nicht gut weg: Das günstige Zeitfenster für Neuwahlen schließe sich für die ÖVP bereits wieder, so Schützenhöfer. Hätte man im Bund, so wie von ihm zu Ostern gefordert, bereits am gestrigen Sonntag gewählt, wäre das für die Volkspartei der optimale Zeitpunkt gewesen.Auf die Frage, warum ein Herbsttermin für die ÖVP weniger günstig sei, antwortete Schützenhöfer, dass es ein politisches Phänomen gäbe, das sich überall beobachten ließe: Eine Krise des Ersten reiße nämlich zeitversetzt auch den Zweiten (Anmerkung: die ÖVP) mit.
Angesprochen auf Erwin Pröll, der Molterer ja Mutlosigkeit bei der Regierungumbildung vorgeworfen hatte, meinte Schützenhöfer, dass er das zwar nicht kommentieren wolle, ließ aber dennoch durchklingen, dass seine Meinung nicht sehr weit weg von der seines niederösterreichischen Parteikollegen steht.

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