Freitag, 4. Juli 2008

Verpflichtendes Kindergartenjahr - Kärnten setzt bildungspolitischen Meilenstein

Als erstes österreichisches Bundesland setzt Kärnten ein verpflichtendes Kindergartenjahr durch.
Betroffen sind alle Kinder, die im Herbst ein Jahr vor der Einschulung stehen.
Der zuständige Landeshauptmann-Vize Gerhard Dörfler (BZÖ) sprach von einem "bildungspolitischen Meilenstein" und einem Beitrag zur Chancengleichheit der Kinder.
Damit wird der Kindergarten zu einer echten Bildungseinrichtung.
Die Eckpunkte des Gesetzes: Verpflichtender Besuch des Kindergartens an mindestens vier Tagen pro Woche für insgesamt 16 Stunden; Sprachbeobachtung und gezielte Sprachförderung; Anwendung des Bildungsplanes mit Bildungszielen wie beispielsweise motorische Fähigkeiten durch Bewegung, emotionale und soziale Entwicklung, kreatives und bildnerisches Gestalten sowie Natur- und umweltbewusstes Verhalten; verpflichtende Kooperation zwischen Kindergarten und Schule, wobei auch Landeslehrer eingesetzt werden.
Die konservative Kärntner ÖVP spricht sich übrigens gegen die Kindergartenpflicht aus. Klubobmann Stephan Tauschitz sprach wörtlich von "Zwangskindergarten" und "Kinderentzug".

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