
Dass die Steiermark nun ein 300-MW-Steinkohlekraftwerk erhält, ist ein wichtiger Schritt für den Industriestandort. An Steinkohle führt ohnehin kein Weg vorbei. Das wollen unsere Politiker zwar nicht anerkennen, ist aber eine energiepolitische Realität und ein wichtiges Signal für den Wirtschaftsstandort.
Mit dem unkonventionellen Industriellen Mirko Kovats tritt ein neuer Anbieter auf den Markt, der Dank der nun entstehenden Leitungskapazitäten (380 KV-Ring) auf einmal die Chance hat, von der Steiermark aus, wettbewerbsfähig zu sein. Um den in Voitsberg erzeugten Strom werden die steirischen Betriebe ohnehin Schlange stehen, was wiederum die B2B-Preise von ESTAG und Verbund etwas unter Druck setzen wird.
Schwer zu sagen, was hinter den Kulissen konkret abgelaufen ist und wie groß etwa der Anteil von Verbund Eigentümervertrter Martin Bartenstein (ÖVP), LH Franz Voves (SPÖ) oder A-Tec-Lobbyist Gerhard Hirschmann an diesem Deal ist. Mit Kovats tritt jedenfalls gerade zum richtigen Zeitpunkt ein weiterer Player auf dem Energiemarkt auf, denn weder ESTAG noch Verbund würden es aus politischen Gründen in nächster Zeit schaffen, ein leistungsfähiges Kohlekraftwerk ans Netz zu führen.

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