Montag, 4. August 2008

AUA - SPÖ pokert mit offenen Karten!

Eine Groteske der besonderen Art ist das Outing von Werner Faymann (SPÖ), wie die Bundesregierung die Verhandlungen rund um einen AUA-Verkauf anlegen muss.
Mit der öffentlichen Festlegung des Verhandlungszieles "Halten einer Sperrminorität" wissen die Verhandlungspartner nun bescheid. Das ist so wie Pokern gegen jemanden, der mit offenen Karten spielt.
Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber - angesichts der weiteren Auswahl zwischen einigen arabischen Investoren, der Aeroflot und der Air-Chaina ist er wohl der einzige mögliche AUA-Partner, dem die Krone als neues SPÖ-Leitmedium zustimmen dürfte - ist das schon die halbe Miete. Ob Österreich 25% hält, dürfte ihm nämlich egal sein - seine Sträuße, was künftige, notwendige Rationalisierungen betrifft, muss er ohnehin mit der Gewerkschaft ausfechten.
Auf alle Fälle kann er nun wunderbar die Preise drücken, indem er entweder ein unverschämtes Angebot für die 75% abzüglich einer Stimme unterbreitet oder einfach so lange wartet bis sich der AUA-Kurs angesichts der absehbaren wirtschaftlichen Entwicklung knapp über Null einpendelt.

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