Freitag, 26. September 2008

Wer, wenn nicht er?

Seit Molterers gestriger jämmerlicher Performance als Zwergentrompeter in der Elefantenrunde der Spitzenkandidaten ist für mich endgültig klar, dass sich die ÖVP ab Montag einen neuen Obmann suchen wird müssen.
Als ich die Kompetenzen Molterers in einer PK des steirischen ÖVP-Chefs Hermann Schützenhöfer am Tag nach "Es reicht" hinterfragte, antwortete Schützi, dass "der Willi" in der gegenwärtigen Situation zweifellos der Beste für die Volkspartei sei, konnte sich jedoch den Nachsatz nicht verkneifen. "Glauben Sie, ich breche so knapp vor entscheidenden Wahlen eine Obmanndebatte vom Zaun?"
Das werden dafür spätestens am Montag alle anderen VP-Granden tun. Molterer wollte Wahlen, er hat sie bekommen, wird aber nichts erreichen. Der Preis für den Misserfolg ist ohnehin klar.
Wer, wenn nicht Josef Pröll, kann ihm eigentlich nachfolgen?
Da selbst Schützenhöfer und Pühringer keinen anderen Namen nennen werden - außer als Proformakandidaten vielleicht den unbeliebten Martin Bartestein - scheint das ein gemachtes Rennen zu sein. Viel interessanter wird daher, ob sich die beiden in einer anderen Frage gegen den mächtigen Erwin Pröll durchsetzen können? Wenn es nämlich um die Verhinderung einer großen Koalition gehen wird, zu der sich viele in der ÖVP mangels anderer realistischer Mehrheiten gezwungen sehen könnten, die aber weder Pühringer noch Schützenhöfer angesichts bevorstehender Landtagswahlen gebrauchen können.

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