Trotz aller Beteuerungen von Josef Pröll (ÖVP) ist die große Koalition längst ausgemacht. Dass es sich in vielen Bereichen reibt ist klar, denn das Abfärben der ideologischen Differenzen von SPÖ und ÖVP auf die Standpunkte in den Koalitionsgesprächen können nicht einmal der niederösterreichische LH Erwin Pröll (ÖVP) und sein Wiener Kollege Josef Häupl (SPÖ) verhindern, jene Länderchefs, die, wie die Erfahrung zeigt, immer dann besonders viel für ihre Länder herausholen können, wenn im Bund rot und schwarz zusammenarbeiten.
Unterstützt wird der Nebel werfende Neffe durch die globale Finanzkrise. Wann, wenn nicht jetzt braucht Österreich eine funktionierende Regierung mit ÖVP-Beteiligung, lautet die Frage, die Josef Pröll allen Kritikern von SPÖVP entgegnet. Dabei haben die letzten Wochen bewiesen, dass das Krisenmanagement trotz bereits abgewählter Regierung bestens funktioniert. Das, was jetzt noch getan werden muss, um das Vertrauen in das globale Finanzsystem zurückbringen, liegt ohnehin nicht in der Hand von Österreichs Politikern.
Freitag, 7. November 2008
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