Jeder, der das Theater rund um den Neubau des LKH Bad Aussee miterlebt, wird sich darüber wundern, warum LH Franz Voves und Spitalslandesrat Helmut Hirt ohne jede Not in diese obersteirische Fallgrube gepurzelt sind. Das ist für niemand, der Politik versteht, nachvollziehbar.Dabei kann man nicht einmal behaupten, dass Franz Voves nicht lernfähig ist. Ich billige ihm zu, dass er die letzten beiden Jahre dazu genützt hat, an seiner eigenen Persönlichkeit zu arbeiten, sein Temperament zu zügeln und Ausraster, wie bei der Bestellung der vorletzten Bundesregierung oder gegen SPÖ-Bildungsminsiterin Claudia Schmied, wegen der Finanzierung der "Neuen Mittelschule" zukünftig zu vermeiden. Auch dass er wegen einiger gezielter Provokationen seines Lieblingsreibebaums VP-Clubchef Christopher Drexler gleich Neuwahlen ausrufen will und von seinen eigenen Parteifreunden fast nicht mehr von dem Baum herunterzubringen ist, auf den er damals in seinem Zorn geklettert war, wird ihm kaum noch einmal passieren.
Was sich Voves und Hirt nun rund um die Wegrationalisierung der Chriurgie im steirischen Salzkammergut geleistet haben, ist dennoch ein besonders tragischer Rückfall.
Es ist einfach kein Zeichen politischer Kultur, sich ständig über Vereinbarungen und sogar Regierungsbeschlüsse hinwegzusetzen. Dabei nehme ich Helmut Hirt sogar ab, dass es ihm als Technokraten tatsächlich um die Sache geht. Denn schließlich meint ja sogar Voves-Herausforderer Hermann Schützenhöfer von der ÖVP, dass er nur deshalb für den Fortbestand der Chirurgie in Bad Aussee sei, weil ihm seine Zusage vor dreieinhalb Jahren, nach einem Vorstoß des wahlkämpfenden Franz Voves, abgerungen worden ist.
Es ist einfach kein Zeichen politischer Kultur, sich ständig über Vereinbarungen und sogar Regierungsbeschlüsse hinwegzusetzen. Dabei nehme ich Helmut Hirt sogar ab, dass es ihm als Technokraten tatsächlich um die Sache geht. Denn schließlich meint ja sogar Voves-Herausforderer Hermann Schützenhöfer von der ÖVP, dass er nur deshalb für den Fortbestand der Chirurgie in Bad Aussee sei, weil ihm seine Zusage vor dreieinhalb Jahren, nach einem Vorstoß des wahlkämpfenden Franz Voves, abgerungen worden ist.
Was das Voves-Team kennzeichnet, ist nicht nur ein Mangel an politischer Erfahrung - ausgenommen sind LHStv Kurt Flecker und mit Abstrichen Bildungslandesrätin Bettina Vollath - sondern auch das Fehlen von politischer Kultur. Da werden Versprechen vergessen, unbequeme schwarze Aufsichtsräte abgeschossen, Rechnungshofberichte nur dann zur Kenntnis genommen, wenn sie zur Parteilinie der SPÖ passen und eine parteipolitisch motivierte Personalpolitik betrieben, die ihresgleichen sucht. Dazu kommen Fehler, wie die Farce um die Feinstaubbekämpfung und sich abzeichnende Millionenpleiten um rote Prestigeobjekte wie die Thermen in Köflach und in Fohnsdorf.
Solange es der ÖVP jedoch nicht gelingt, diese Verfehlungen zu kommunizieren, droht der SPÖ dennoch keine Gefahr, die Nummer-Eins-Position zu verlieren. Aber es hat ja auch schon Situationen gegeben, bei den der Zweite mit Hilfe des Dritten den Platz an der Sonne erobert hat.

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