Der Leobner Bürgermeister Matthias Konrad (SPÖ) ist alles andere als amtsmüde. Seinen jährlichen Journalisten-Umdrunk "Ohne Block und Schreiber" nutzte er gestern dazu, den Medienleuten die Beweggründe für seine mittlerweile vierte Kandidatur näher zu bringen. Er sagte Dinge wie: "In der Krise muss man an Board bleiben", oder: "Wir haben zwar sehr viel getan aber manches läuft noch nicht rund".
Als größte Herausforderung der nächsten Jahre bezeichnete Konrad jedoch den Erhalt der Montanuniversität. Österreichs beste Universität ist massiv bedroht. Die Stahlstadt Linz hat längst damit begonnen, den Werkstoffbereich abzuwerben. Was in der verlinkten WK-Aussendung wie eine harmlose Kooperation klingt, ist in Wahrheit längst zum ausgewachsener Standortstreit entbrannt. Das Dramatische: Die steirische Landespolitik sieht zu wie diese Perle der steirischen Forschungslandschaft scheibchenweise verloren geht. Das rote Urgestein Konrad geht längst auch mit "den Eigenen" hart ins Gericht, "weil die lieber mit Wien streiten als um die existenziellen Sorgen der Steiermark und insbesonders der Montanstadt Leoben zu kämpfen". Während der steirische IV-Präsident Jochen Pildner-Steinburg längst erkannt hat, welche Bedrohung für den Standort mit der Schwächung der Montan-Uni verbunden wäre und in der ihm eigenen Art dagegen wettert, schläft die Politik tief und fest und sieht tatenlos zu.
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