Freitag, 11. September 2009

MAGNA hat Opel: Frank riskiert viel

Mit der gestrigen Zusage aus Detroit hat Frank Stronach sein Lebensziel erreicht. Aus seinem Umfeld weiß ich, dass er es seit Jahren als die Krönung seines Lebenswerkes ansieht, irgendwann in den exklusiven Kreis der OEMs aufzusteigen und eine eigenene Automarke im Portfolio zu haben.
Mit OPEL hat Frank es nun geschafft. Und die deutsche und österreichische Politik jubelt mit. Aus patriotischen Gründen freut man sich auch in der Steiermark. Doch inzwischen mehren sich im MAGNA-Konzern die Kassandra-Stimmen, die mit dem "Big Deal" von Frank Stronach und Siegfried Wolf alles andere als glücklich sind. "Das bringt uns um," stöhnte gestern ein verzweifelter steirischer MAGNA- Manager und weiter: "Es wird doch niemand glauben, dass wir jetzt noch irgendwelche vernünftigen Entwicklungsaufträge von den OEMs erhalten."
Die MAGNA-Entwickler befürchten - hoffentlich zu Unrecht - , dass sie sich in Zukunft nur mehr mit Produktionsaufträgen für Fahrzeugteile ohne spezifisches Know-How herumschlagen müssen. Aber auch das dürfte sich als schwierig erweisen, denn diese Teile werden üblicherweise beim Billigstbieter in Auftrag gegeben und der sitzt längst irgendwo in China oder im tiefen Osteuropa.

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