Dass es für die SPÖ bei Gemeindewahlen in den schwarzen Kernländern Niederösterreich, Tirol und Vorarlberg nicht viel zu holen gibt, liegt auf der Hand. Dass es die SPÖ dennoch geschafft hat, von ihrem ohnehin schon niedrigem Niveau noch einmal abzustürzen, ist dennoch verwunderlich.
Bei der Pressekonferenz nach der steirischen Landesregierungssitzung tat Franz Voves daher das, was er immer tut. Er redete das Ergebnis schön, indem er sich weigerte, einen Trend hinter den Ergebnissen erkennen zu wollen. Außerdem gab er für kommenden Sonntag - da werden nämlich die steirischen Gemeinderäte gewählt - mit dem Halten der Bürgermeistersessel ein Minimalziel aus.
Aber auch Hermann Schützenhöfer redete den ÖVP-Erfolg nicht schön. Vielleicht, weil er ein noch deutlicheres Plus für die Volkspartei erwartet. Aber ganz sicher, weil es es bei den Bürgermeistern nicht besonders gut ankommt, wenn ein jemand Gemeindeerfolge für die Partei vereinnahmt. Dennoch könnte die Steirer-VP am 21. März einen gut verkaufbaren Erfolg einfahren - aber nur, wenn es ihr gelingt, ihren hauchdünnen Vorsprung auf die SPÖ von etwas über hundert Stimmen auf einige zehntausend zu auszubauen.
Montag, 15. März 2010
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